Monthly Archive for Januar, 2008

Milliardengrab Gesundheitskarte

Mit dieser oder ähnlichen Überschriften waren an diesem Wochenende in verschiedenen Tageszeitungen oder Online-Redaktionen Beiträge zu finden.

Mal sachlich, mal polemisch – je nach Wissenstand des Redakteurs – wurde über dieses Thema geschrieben. Statt den veranschlagten 1,4 Milliarden € nach Aussage des Gesundheitsministeriums, werden Zahlen von 5-10 Milliarden € Kosten geschätzt. Wenn man dazu die Kosten vom Krankenhaus über Ärzte, Apotheken, Pflegeeinrichtungen usw. berücksichtigt scheinen diese Horrorzahlen eher wahrscheinlich als übertrieben.

Das erschreckende an den Zahlen sind jedoch nicht nur die Größenordnung, vielmehr ist bisher per Gesetz nur die Speicherung der Versichertendaten sowie des E-Rezeptes beschlossen. Durch die mögliche Speicherung der Patientenakte, mit der es dann möglich wäre auch Kosten zu sparen, ist zur Zeit per Gesetz nicht zwingend, sondern kann vom Patienten bestimmt werden.

Wenn ich dazu den Informationsstand eines „normalen“ Bürgers nehme, kann ich mir nicht vorstellen, eine Einverständniserklärung für eine Sache zu geben, deren weitreichende Auswirkung ich gar nicht kenne. Erst durch eine Gesetzeserweiterung, in der auch diese Daten pflichtgespeichert werden, führen zu einer etwas geringeren Kostensituation, allerdings stellt sich die Frage zu welchen Gunsten werden Kosten gespart.

Tatsache ist, dass alle Beteiligten einen enormen finanziellen Aufwand betreiben müssen, um sich die notwendigen technischen Voraussetzungen anzuschaffen. Als Beispiele seien hier nur Dinge erwähnt wie DSL, Lesegeräte, Software etc. Außerdem ist eine deutlich längere Bearbeitungszeit sowohl beim Arzt als auch in der Apotheke zu erwarten. (Einloggen, ausloggen usw.)

Die Regierung will aber trotz massiver Proteste von verschiedenen Ärzteverbänden auf jeden Fall am Stichtag 01.04.2008 festhalten.

Wenn das mal kein (teurer) Aprilscherz wird.

Vorsicht bei Versandhandel mit Medikamenten

Eschborn (ots) – Die Weltgesundheitsorganisation, der Europarat und das Bundeskriminalamt warnen inzwischen vor dem Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Über die aktuelle Entwicklung sprach die »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer Ausgabe vom 15. Januar 2008 mit Lutz Tisch, Geschäftsführer des Bereiches Apotheken- und Arzneimittelrecht der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.    »Viele Menschen, die den Versandhandel nutzen, bestellen ihre Arzneimittel im Internet«, erläuterte er. »Dort aber haben die unseriösen und teilweise gefährlichen Angebote von Arzneimittelfälschungen in den letzten Jahren erschreckend zugenommen. Auch das Bundesministerium für Gesundheit gibt auf seiner Homepage so viele Sicherheitshinweise, dass einem angst und bange werden kann. Die Menschen können seriöse von unseriösen Angeboten kaum noch unterscheiden.« Der Jurist kritisiert auch, dass Drogerien Rezepte einsammeln und an eine Versandapotheke schicken dürfen. Der Patient holt dann anschließend seine Arzneimittel in der Drogerie ab. »Damit aber besteht die Gefahr, dass immer weniger Menschen die Beratung durch den Apotheker bekommen, die sie doch eigentlich brauchen – oft ohne es zunächst selbst zu wissen.«

Der Europäische Gerichtshof hat inzwischen entschieden, dass der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verboten werden darf, und in den meisten europäischen Ländern ist er es auch. »Da wird es noch viele Diskussionen geben«, sagte Tisch. »Aber am Ende kommt es doch nicht darauf an, ob das Apothekenrecht locker oder streng ist, sondern darauf, ob es streng genug ist, um die Patienten vor vermeidbaren Risiken zu schützen.«

Quelle: Neue Apotheken Jllustrierte

Kartellamt verhängt Geldbußen gegen Verbände und Pharmaindustrie

Bonn – Mehrere Apothekerverbände sowie Arzneimittelhersteller sollen Geldstrafen bezahlen, weil sie Apotheker aufgefordert haben, sich an die unverbindlichen Preisempfehlungen zu halten.

Damit hätten sie gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen, erklärte das Bundeskartellamt am Dienstag. Betroffen sind neun Landesapothekerverbände, fünf Pharmaproduzenten sowie der Bundesverband der Arzneimittelhersteller. Das Kartellamt verhängte eine Strafe von insgesamt 465.000 Euro.

Die Verbände und die Unternehmen hätten Ende 2003 Vortragsreihen in 24 Städten veranstaltet, teilte das Bundeskartellamt mit. Dabei sei den jeweils mehreren tausend teilnehmenden Apothekern nahe gelegt worden, sich an die unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller zu halten, anstatt eigene Preise festzulegen. Die Bußgeldbescheide sind laut Kartellamt noch nicht rechtskräftig. 

Seit Anfang 2004 darf laut Gesetz jeder Apotheker seine Preise für nicht rezeptpflichtige, aber apothekenpflichtige Arzneimittel selbst bestimmen. Vorher galt dafür eine Preisbindung, durch deren Wegfall der Wettbewerb in diesem Bereich gefördert werden soll. „Der Fall zeigt, dass der Gedanke des Wettbewerbs bei den Apothekern und Arzneimittelherstellern sich noch nicht ausreichend durchgesetzt hat“, erklärte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer.  

Nach Angaben des Kartellamtes haben die Apothekerverbände in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen sowie Sachsen-Anhalt Bußgeldbescheide erhalten. Betroffen seien außerdem die Pharma-Hersteller Bayer Vital, Boehringer Ingelheim, McNeil Pharma, Novartis Consumer Health sowie Procter & Gamble. © afp/aerzteblatt.de





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